In den letzten Jahren habe ich Family OfficeStrukturen, die sich der Verwaltung des Vermögens sehr wohlhabender Familien widmen, haben ihr Engagement im Immobiliensektor deutlich verstärkt. Nach der Vermögensbericht 2025 Laut Knight Frank halten derzeit weltweit etwa 40 % der Family Offices aktive Immobilieninvestitionen., mit einer starken Präferenz für diversifizierte Vermögenswerte, die von Büros über Luxusimmobilien und Industrieanlagen bis hin zu Hotels reichen.
Warum Immobilien wieder in den Mittelpunkt rücken
Das Interesse an Immobilien ist kein gelegentliches Phänomen: Es spiegelt eine Neudefinition der Kapitalallokationsstrategien von Family Offices wider, die sich zunehmend auf Vermögenswerte mit pStabile Renditeprofile und langfristige Wertsteigerungsperspektiven. Immobilien gelten als Ergänzung zu volatilen Finanzinstrumenten wie Aktien oder Private Equity und werden in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld oft als „sicherer Hafen“ für Kapital wahrgenommen.
Insbesondere laut PwC-Daten fast 39 % der Portfolioallokationen von Family Offices bestehen mittlerweile aus Immobilieninvestitionen., ein klares Zeichen dafür, dass diese Anlageklasse im Vergleich zu anderen Alternativen an Bedeutung gewonnen hat.
Anlagearten und ausgewählte Märkte
Die Vielfalt der Immobilieninvestitionen ist bemerkenswert. Die Studie von Knight Frank identifiziert einige wichtige Trends:
- Handelsbüros als primäre Anlageklasse, die von 20 % der Family Offices gewählt wird.
- Luxus-Wohnimmobilien gefolgt von 17%.
- Industrie- und Logistikimmobilien (14%) und Hotel/Gastgewerbe (12%).
Diese Diversifizierung spiegelt nicht nur die Suche nach Rendite wider, sondern auch den Wunsch, Risiken und Chancen in verschiedenen Märkten auszubalancieren: von Büroflächen in globalen Städten mit starker Mietnachfrage über Lager- und Logistikdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Wachstum des E-Commerce bis hin zum Gastgewerbe, das von der Erholung des internationalen Reiseverkehrs nach der Pandemie angetrieben wird.
Zeithorizont und Vorgehensweise
Eine der Besonderheiten von Immobilieninvestitionen von Family Offices ist dieorLangfristiger Anlagehorizont. Laut Knight Frank hat nur ein Bruchteil der Immobilieninvestitionen eine Laufzeit von unter drei Jahren; die Mehrheit, etwa 37 %, plant mit einem Zeitraum von neun Jahren oder mehr. Diese Herangehensweise ist typisch für Investoren, die Immobilien als Mittel zur Werterhaltung und -steigerung im Laufe der Zeit betrachten und nicht als kurzfristige Spekulationsobjekte.
Herausforderungen und Hindernisse
Trotz des Interesses stehen Family Offices im Immobiliensektor vor einigen Herausforderungen. Dazu gehören die Suche nach verlässlichen Partnern für komplexe Transaktionen, die Bewältigung steuerlicher und regulatorischer Komplexität sowie der intensive Wettbewerb um erstklassige Objekte. Insbesondere im Hinblick auf 23 % der Befragten gaben an, Schwierigkeiten bei der Suche nach verlässlichen Partnern zu haben. als eines der Haupthindernisse.
Generationentrends und Nachhaltigkeit
Ein weiteres neues Element betrifft Generationswechsel innerhalb von Family Offices. Jüngere Generationen, Millennials und die Generation Z, übernehmen zunehmend Entscheidungsrollen und zeigen starkes Interesse an Nachhaltigkeit im Immobiliensektor. 63 Prozent der in der Studie befragten Millennials gaben an, bereits in ESG-konforme Immobilien investiert zu haben, verglichen mit 35 Prozent der Babyboomer. Dieser Wandel ist nicht nur ein ästhetisches Phänomen: Er spiegelt die wachsende Bedeutung von grünen, energieeffizienten und umweltzertifizierten Gebäuden wider, die nicht nur gesellschaftliche Anforderungen erfüllen, sondern dank geringerer Kosten und höherer Attraktivität für Mieter oft auch langfristig bessere Renditen erzielen.
Makrodaten zur Immobilienaktivität
Globale Daten zeichnen ein vielschichtiges Bild. Laut Globale Family-Office-Transaktionsstudie 2025 Laut PwC ist bei Immobiliengeschäften, die von Family Offices geleitet werden, das Transaktionsvolumen und der Transaktionswert seit den Höchstständen Mitte 2021 zurückgegangen, was auf eine erhöhte Selektivität der Investoren hindeutet. Dennoch bleiben sie bedeutend, da weltweit Tausende von Transaktionen abgeschlossen wurden.
Der italienische Kontext
Der Trend zu Immobilieninvestitionen gewinnt auch in Italien an Dynamik. Laut einer Analyse von JLL entfielen 2024 rund 10 % des gesamten inländischen Gewerbeimmobilienvolumens auf private Investoren, darunter Family Offices und vermögende Privatpersonen – ein Anstieg von 68 % gegenüber dem Vorjahr. Das erste Quartal 2025 bestätigte dieses Wachstum: Private Investitionen erreichten hier rund 24 % des Gesamtvolumens. Dieser Trend wird durch den Anstieg der Zahl ultrareicher Privatpersonen in Italien und die wachsende Attraktivität von Gewerbe- und Logistikimmobilien, insbesondere in Mailand und anderen Großstädten, angetrieben, wo die Nachfrage nach hochwertigen Flächen weiterhin hoch ist.
Im Jahr 2025–2026 Family Office Weltweit integrieren private Haushalte Immobilien zunehmend in ihre Anlagestrategien. Trotz operativer und wettbewerbsbedingter Herausforderungen ist der Trend zu Sachwerten mit langfristigem Anlagehorizont eindeutig: Luxusimmobilien, Gewerbeflächen und Hotelimmobilien nehmen einen immer größeren Anteil der Portfolios dieser Familien ein. Die Kombination aus stabilen Renditen, Diversifizierung jenseits der Finanzmärkte und der Möglichkeit, Kapital in unsicheren Zeiten zu sichern, stärkt die Attraktivität von Immobilien – selbst in einer Ära, die von Technologie, ESG-Kriterien und neuen alternativen Anlagen geprägt ist.
