Fisch für jeden Geschmack, ob Süßwasser oder Salzwasser, Geschmackslabore, die jeden Gaumen befriedigen und Sie zum Nachdenken anregen, welchen Fisch Sie essen möchten, der Termin ist bei Slow Fish, die von Slow Food Italien organisierte Veranstaltung im Porto Antico in Genua vom 8. bis 11. Mai 2025. Die Protagonisten sind die Fischer des Präsidiums für Traditionelle Fischerei der Straße von Messina, die an Bord der traditionellen Feluken Tintenfische, Hummer, Sandaale, Kammfische, Degenfische und Schwertfische fischen. Und für die Aromen des Sees gibt es die Slow Food Community für den See und das landwirtschaftliche Ökosystem von Nemi, die Weißfisch sowohl in Ceviche als auch in Filets in Öl anbietet, begleitet von Gemüse und Wildkräutern der Region. Und wieder die goldene Schleie von Ceresole d'Alba, einem Slow Food-Präsidium des Piemont, das an einem Experiment teilnimmt, das sie auf die Reisfelder bringen soll, auf denen Gigante Vercelli-Reis produziert wird, ebenfalls ein Slow Food-Präsidium. Und dann, ganz klassisch, der Rote Thun aus Carloforte, der auf die Tische von Slow Fish zurückkehrt: In dieser Ecke Sardiniens wird selektiver und kontrollierter Fischfang betrieben und der Thunfisch wird schnell gefangen, das heißt während seiner Wanderung im Frühling. Und wer modernere Aromen bevorzugt, hat Platz für die Blaukrabbe, die bekannteste gebietsfremde Art in unseren Meeren: Ihr Potenzial in der Küche zu entdecken, ist auch ein Weg, ihre Ausbreitung zu verlangsamen, die in unseren Breitengraden Miesmuscheln, Venusmuscheln, Herzmuscheln, Austern, Krebstiere und viele kleine Fische gefährdet.
Porto Antico erwacht mit den Farben und Düften traditioneller Meeresfrüchte und Süßwassergerichte aus ganz Italien zum Leben
Für Liebhaber von Meeresfrüchten erwacht der Masaf-Bereich in Porto Antico mit den Farben und Aromen traditioneller Meeresfrüchte und Süßwassergerichte aus ganz Italien zum Leben. Von morgens bis abends stehen die Köche der Slow Food Alliance aus der ganzen Halbinsel abwechselnd an den Herden beim kostenlosen Show-Cooking, das eine wahre Geschmacksreise darstellt: vom lokalen Brandacujun bis zu Spaghetti mit Tomaten, Sardellen, Makrele und Oliven, von Cassulli alla Carlofortina bis zur klassischen Vernazza-Pfanne, von der Kombination aus Reis und Schleie bis zum Lob des Blaufischs. Und dann noch: die bei niedriger Temperatur gegarte und in ihrer Schale servierte Auster aus La Spezia, die Kombination aus Fisch und Käse bis hin zu den neuesten Experimenten mit Wels und anderen fremden Arten. Nicht zu vergessen natürlich das native Olivenöl extra, der absolute Protagonist der italienischen Küstenlandwirtschaft von Nord nach Süd.
Wenn wir über Kleinproduktion, handwerkliche Fischereitechniken und traditionelle Verarbeitungsmethoden sprechen, bedeutet das nicht, in die Vergangenheit zu blicken. Im Gegenteil: Bei Slow Fish sprechen wir über die Gegenwart und gestalten die Zukunft. Bei den Konferenzen mit Verkostungen in der Arena Slow Fish im Masaf-Raum kommen beispielsweise die Erfahrungsberichte junger Fischer aus ganz Italien zu Wort und es wird über die Möglichkeiten diskutiert, den Beruf des Fischers attraktiv, nachhaltig und wirtschaftlich erfüllend zu gestalten. Wir werden über die Klimakrise und ihre Auswirkungen auf das Leben im Wasser und an der Küste sprechen – Muschelzucht und Wildmuscheln sind in allen italienischen Meeren gefährdet –, aber auch über die stärkste Waffe in den Händen der Verbraucher: die Möglichkeit zur Wahl. Achten Sie also darauf, was auf Ihrem Teller landet: Der Verzehr gefährdeter Arten wie Haie (die auf Speisekarten als Dornhai, Katzenhai, Dornhai oder Kiteflossenhai auftauchen) kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der Meere haben.
Auch die Artenvielfalt der durch Süß- und Brackwasser gebildeten Ökosysteme wird gefeiert:
Slow Fish würdigt auch die Artenvielfalt der von Süß- und Brackwasser gebildeten Ökosysteme: anhand der Geschichte des traditionellen marinierten Aals der Comacchio-Täler, eines historischen Slow Food-Präsidiums im Po-Delta-Park mit der Gemeinde des Nemi-Sees in Latium und der offiziellen Vorstellung des jüngsten Neuzugangs in chronologischer Reihenfolge, des Slow Food-Präsidiums für Meeräschen-Bottarga und des traditionellen Fischfangs des Cabras-Teiches in der Provinz Oristano.
Schließlich werden in Genua zunächst Fragen der Lebensmittelpolitik behandelt. Sanierungsmaßnahmen für fragile Gebiete, da diese stark urbanisiert und ausgebeutet sind; Richtlinien zum Schutz und zur Erhaltung historischer Agrarlandschaften, wie etwa der berühmten Küstenterrassen; Kultur- und Tourismuspolitik, wie Slow Food Travel, Tourismus laut der Vereinigung Chiocciola.
Natürlich widmet Slow Fish traditionell viel Raum den pädagogischen Aktivitäten, die sich an die Jüngeren richten. Im Spielzimmer, einem speziell für sie gestalteten Raum, können Jungen und Mädchen den gefleckten Kugelfisch, den Skorpionfisch, den dunklen oder gestreiften Kaninchenfisch, die blaue Krabbe und andere fremde Arten kennenlernen, die neben ihren lustigen Namen zunehmend unsere Meeres-, See- und Flussumwelt besiedeln. Sie werden aber auch Dinge erfahren, die normalerweise nicht über Haie, die gefürchteten Raubtiere des Meeres, erzählt werden: Fast die Hälfte der 48 im Mittelmeer lebenden Arten ist in Gefahr und muss gerettet werden!
Der Markt, eine Tour durch Italien entlang der Küste
Slow Fish ist natürlich auch ein eigener großer Markt, bereichert durch die Präsenz von Ständen und Verkaufsständen aus vielen italienischen Regionen: von Sardinien bis Apulien, von Sizilien bis Ligurien, von Latium bis Kalabrien. Eine Reise in die Kultur (Fisch und nicht nur) unseres Landes, zwischen Fisch- und Küstenlandwirtschaftsvorschlägen.
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