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De Meo verlässt Renault überraschend, um Kering in der Luxuswelt zu leiten

Blitz aus heiterem Himmel bei Renault: In der gestrigen Vorstandssitzung kündigte Luca De Meo seinen Rücktritt vom französischen Automobilkonzern an und startet ein neues berufliches Abenteuer in der Luxuswelt. Renault-Aktie bricht ein, Kering fliegt nach Paris

De Meo verlässt Renault überraschend, um Kering in der Luxuswelt zu leiten

Eine überraschende Nachricht erschüttert die Renault aber es bringt auch die französische und europäische Automobilindustrie in Aufruhr: Luca DeMeo, 58 Jahre alt, hochrangiger Manager und ehemaliger Mitarbeiter von Sergio Marchionne Bei Fiat verlässt er Renault, wo er fünf Jahre lang CEO war, und betritt die Welt des Luxus. Gerüchten zufolge wird CEO di Kering am Hof ​​von François-Henri Pinault, der weiterhin alleiniger Präsident des Konzerns bleibt. Die Ankündigung kam gestern wie ein Blitz aus heiterem Himmel für den Renault-Vorstand und verheißt nichts Gutes für die Zukunft der europäischen Automobilindustrie. De Meos Rücktritt bei Renault steht unmittelbar bevor und wird am 15. Juli wirksam.

„Es kommt der Moment im Leben“, sagte De Meo, der von allen bei Renault herzlich bedankt wurde, „in dem man weiß, dass die Arbeit getan ist. Bei der Groupe Renault haben wir in weniger als fünf Jahren enorme Herausforderungen bewältigt. Wir haben erreicht, was viele für unmöglich hielten. Die heutigen Ergebnisse sprechen für sich: Sie sind die besten unserer Geschichte. Wir verfügen über ein starkes Team und eine agile Organisation. Außerdem haben wir einen strategischen Plan für die nächste Produktgeneration parat. Deshalb habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist, den Staffelstab weiterzugeben. Die Leitung der Groupe Renault war mir eine Ehre.“

De Meo tauscht das Auto gegen Luxus: Renault-Aktienkurs bricht ein, Kering steigt an der Börse

Die Nachricht von de Meos Ausscheiden hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Pariser Börse: Die Titel Renault Am 16. Juni eröffnete die Aktie deutlich niedriger und verlor bis zu 7 % auf 40,5 Euro. Aktuell liegt der Kurs 6,48 % im Minus und liegt bei 40,25 Euro pro Aktie. Ein herber Rückschlag nach einem Wachstum von 90 % in den letzten fünf Jahren unter seiner Führung, das Renault zu einer der besten Aktien der europäischen Automobilbranche gemacht hatte.

Ruckeln, Kering fliegt: Die Aktie des Luxuskonzerns stieg um 9,58 Prozent auf 189,12 Euro, ein Zeichen des Vertrauens der Anleger in die mögliche Ankunft des italienischen Managers.

Auf Renault lastet das Fehlen eines designierten Nachfolgers und Unsicherheit über die künftige Führung in einer kritischen Zeit für den gesamten europäischen Automobilsektor, der mit der chinesischen Konkurrenz, dem Preiskampf bei Elektrofahrzeugen und den Spannungen im Zusammenhang mit globalen Zöllen zu kämpfen hat.

De Meo: das CEO-Symbol des Relaunchs, jetzt steht die Allianz mit Nissan auf der Kippe

Luca de Meo war der Protagonist des Relaunchs von Renault nach dem harten Schlag des PandemieNach seinem Wechsel von Volkswagen im Jahr 2020 leitete er einen Restrukturierungsplan, der Kosten senkte, die Produktion wieder ankurbelte und den Konzern konsequent auf Hybrid- und Elektromotoren ausrichtete, stets im Blick auf die Marktbedürfnisse. Unter seiner Führung entstanden erfolgreiche Modelle wie der Renault 5 E-Tech, der Scenic E-Tech Electric und der Alpine A290, die den Trend zu nachhaltiger Mobilität verstärkten.

Parallel dazu hat De Meo die Allianz mit Nissan, die schon immer komplex war, auf eine gleichmäßigere und solidere Basis zu bringen. Doch gerade heute hat der CEO von Nissan, Iwan Espinosa, kündigte seine Absicht an seinen Anteil an Renault um 5 % reduzieren (von 15 auf 10 %), wie in den im März unterzeichneten Überprüfungsvereinbarungen vorgesehen. Renault hat die Auswirkungen heruntergespielt, doch der Abgang von De Meo, einer Schlüsselfigur bei der Verbesserung der Beziehungen zu Tokio, erhöht die Unsicherheit in der europäisch-japanischen Allianz.

Die Situation wird noch komplizierter durch die starke politische Komponente von Renault: 15% des Kapitals liegen in den Händen von Französischer Staathat sich die Möglichkeit ergeben, in den Verteidigungssektor einzusteigen, wobei der Schwerpunkt auf der Produktion von Drohnen liegt, auch mit Projekten in der Ukraine.

Zuletzt aktualisiert: Montag, 16. Juni 2025, 11:10 Uhr

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