In einem zunehmend schwierigeren Automobilmarkt sticht heute die kolossales Nissan-Debakel, die darum kämpfen, sich von einer Krise zu erholen. Der japanische Autogigant hat bekannt gegeben, dass er eine Jahresnettoverlust von 671 Milliarden Yen (4,1 Milliarden) im Geschäftsjahr 2024-2025, hauptsächlich aufgrund der Kosten einer schmerzhaften Umstrukturierung, aber auch aufgrund des Einbruchs der Verkäufe in Schlüsselmärkten wie China und den Vereinigten Staaten sowie der Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle.
Die Gruppe hat auch hat keine Prognosen veröffentlicht für das Haushaltsjahr 2025–2026, das von erheblicher Unsicherheit hinsichtlich der US-Zölle geprägt ist.
Nissan streicht 20 Stellen und schließt sieben Werke
Und die schlechten Nachrichten enden hier nicht: Der Yokohama-Autohersteller hat seine Absicht angekündigt, sieben seiner 17 Werke schließen Die Produktion soll bis zum Geschäftsjahr 2027 eingestellt werden, als Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans zur Sanierung der Gruppe.
Auch die in den letzten Tagen kursierenden Pressegerüchte haben sich bestätigt: Nissan will im gleichen Zeitraum 20.000 Stellen abbauen, also 15 % der weltweiten Belegschaft. Diese Zahl wurde im Vergleich zu den im vergangenen November angekündigten Entlassungen um 9.000 Stellen deutlich nach oben korrigiert.
Ziel ist eine Kostensenkung von 1,7 Milliarden
„Wir müssen entschlossene und mutige Maßnahmen ergreifen, um die Leistung zu verbessern und das Unternehmen schlanker und widerstandsfähiger zu machen“, schrieb das Unternehmen in einer Erklärung. Ziel ist es, Kosten zu senken für 250 Milliarden Yen (etwa 1,7 Milliarden US-Dollar) bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres, wodurch die Betriebseffizienz und Rentabilität gesteigert werden. Finanzvorstand Jeremie Papin erklärte außerdem, dass der Konzern über eine „ausreichende Liquidität„, um den Übergang zu bewältigen, räumte jedoch ein, dass „es Zeit und inneren Zusammenhalt braucht, um den Trend umzukehren“.
In diesem Zusammenhang muss auch berücksichtigt werden, dass die Aktie im letzten Jahr rund 40 Prozent ihres Wertes verloren hat, während die Ratingagenturen die Schulden von Nissan auf „Ramsch“ herabgestuft haben.
